Löwen Frankfurt

Selbstkritische Töne beim versöhnlichen Saisonabschluss

Die Löwen danken ihren Fans und Sponsoren und nehmen sich für die kommende Saison in die Pflicht

23..03.2016  Eingebettet in die Verlosung der „Worn Shirts“, der getragenen Spielertrikots und der Ehrung der Sieger des diesjährigen Kick-Cups ließen am vergangenen Sonntag die Offiziellen der Löwen Frankfurt die jäh zu Ende gegangene Saison Revue passieren. Man spürte das Bedürfnis, so schnell wie möglich einen Haken an eine Saison zu machen, die am Ende die großen Ansprüche und Erwartungen der Spieler, der Organisation Löwen Frankfurt und natürlich der Fans nicht gerecht werden konnte. Zu unterschiedlich waren die Leistungen der Mannschaft über die gesamte Saison. Erstklassige Darbietungen wechselten sich mit grottenschlechten Auftritten der Frankfurter DEL2-Kufenflitzer ab. Rüdiger Storch brachte in seiner Analyse die Dinge gekonnt auf den Punkt. Man merkte es dem Löwen-Urgestein an, dass auch er phasenweise völlig ratlos war ob der wankelmütigen Performance der Löwen-Profis. Natürlich gab es eine lange Liste von Verletzten, die den qualitativ exzellent besetzten Kader  immer wieder dezimierte und schwächte. Nicht zu vergessen eine schmerzhafte Hüftverletzung von Nick Mazzolini, die der in Anchorage geborene Hüne mit italienischen Wurzeln wochenlang wegsteckte, weiterspielte, um den Löwen im Endspurt der Runde und in den Play-Offs zu helfen. Dieser und weitere Umstände führten letztlich dazu, dass die Löwen nie konstant ihr ohne Zweifel vorhandenes Potential auf das Eis bringen konnten. Stefan Krämer, geschäftsführender Gesellschafter der Löwen Eishockey Betriebs GmbH entschuldigte sich bei Fans und Sponsoren gleichermaßen ausdrücklich für die Art und Weise des frühen Ausscheidens aus den Play-Offs. Es ging dem Löwen-Boss sichtlich nahe, zu konstatieren, dass in der abgelaufenen Spielzeit vieles nicht rund lief beim Löwen-Rudel. Und gelobte gleichzeitig Besserung für die nächste Saison. Er versuchte, den Trainerwechsel zwischen den Jahren zu erklären, warum man sich dafür entschieden hat, Rich Chernomaz die Mannschaft auf einen Pfad zurückführen zu lassen, der sie von der „Untrainierbarkeit“ wieder zur Konstanz und den Erfolgen vom Beginn der Saison bringen sollte. Krämer legte in seinen emotionalen Ausführungen großen Wert auf die Tatsache, dass, nicht wie teilweise auch über die sozialen Netzwerke kolportiert, unpünktliche Gehaltszahlungen der Grund für die teilweisen schwankenden Leistungen der Spieler gewesen wären. Diese Spekulationen „gingen ihm mächtig auf den Sack“ verwies der oberste Löwe diese Behauptungen in das Reich der Fabel. Zur Ablösung von Ex-Coach Tim Kehler sagte er, „… und wir sahen uns gezwungen, einen Impuls zu setzen“, denn die Mannschaft habe sich zum Zeitpunkt der Ablösung Kehlers, dem Krämer auch an dieser Stelle ausdrücklich für sein Engagement in Frankfurt dankte, als absolut untrainierbar erwiesen. Was den Frankfurter Puckjägern um den Kapitän Patrick Vogl im Nachhinein nicht unbedingt das beste Zeugnis in Sachen Disziplin und Berufsauffassung ausstellt. Um irgendwelchen Spekulationen keine Nahrung zu geben, sprach Krämer Rich Chernomaz das Vertrauen aus und bekräftigte nochmals die Entscheidung der Geschäftsleitung, die nächste Saison mit Chernomaz als Manager und Trainer in Personalunion zu bestreiten. Stefan Krämer dankte zum Abschluss allen ehrenamtlichen Helfern und Mitarbeitern der GmbH für Ihren Einsatz in der abgelaufenen Saison, ohne es zu versäumen, auf das große „Summer Game“ zum Saisonauftakt am 10. September in der Commerzbank Arena wiederum gegen Kassel hinzuweisen.

Statt Wunder 60 Minuten Demütigung

Die Kassel Huskies „sweepen“ die Löwen mit 8:1 aus der eigenen Halle

20.03.2016 Die Geschichte des Spiels ist schnell erzählt. Die Huskies gingen nach 37 Sekunden in Führung, erhöhten bis zur 9. Minute auf 4:0 und spätestens nach dem 5:1 im 2. Drittel war „die Messe gelesen“. Nach 33 Minuten stand es dann 7:1 und die Löwen-Fans skandierten sarkastisch „Nur noch Drei“, während die in großer Zahl angereisten Huskies-Fans die Löwen  mit ebenso höhnischen „Wir woll’n euch kämpf’n seh’n“ – Gesängen zu mehr Einsatz aufforderten. Das 8:1 zum Ende des dritten Drittels machte die Blamage der Heimmannschaft komplett. Nie zuvor waren die Löwen in eigener Halle so gedemütigt worden, wie an diesem 18. März 2016. Es grenzte teilweise an Arbeitsverweigerung, was die Frankfurter Kufencracks den 5700 Zuschauern boten. Nach dem Spiel feierten die Gästefans ihre Lieblinge noch über eine halbe Stunde. Die Löwen wurden von ihren sonst so frenetischen Fans mit einem gellenden Pfeifkonzert in die Sommerpause verabschiedet. Der negative Höhepunkt einer merkwürdig verkorksten Saison fand so ein unrühmliches Ende in der Eissporthalle.

Kehraus am 18. März 2016

„Sweeped“ Kehraus am 18. März 2016

Den Löwen hilft nur noch ein kleines Eishockey-Wunder

17.03.2016 Nur noch ein kleines Eishockeywunder kann die Löwen vor dem Ausscheiden in der ersten Play-Off-Runde bewahren. Und es hat allen Anschein, als könnten die Puckjäger vom Ratsweg selbst nur wenig dazu tun, am morgigen Freitag den klassischen und ebenso blamablen „Sweep“, wie das Ausscheiden, der „Kehraus“ in der niedrigst möglichen Anzahl von Spielen genannt wird, zu verhindern. Ebenso  wie die dritte Niederlage in Folge am vergangenen Dienstag in der Eissporthalle am Auestadion, als wiederum die Huskies ihren inzwischen ob deren Harmlosigkeit fast schon liebgewonnenen Gegner nach allen Regeln der Kunst auseinandernahmen und mit einem aus Löwen-Sicht desaströsen 0:4 nach Hause schickten. Nicht nur der Shutout des wiederum sehr starken Huskies-Keepers Keller spricht eine deutliche Sprache und stellt den Frankfurter Kufencracks das denkbar schlechteste Zeugnis aus. Nein, auch die Tatsache, dass die Gastgeber 40% der gesamten Spielzeit mit einem Spieler mehr auf dem Eis agieren konnten, spricht gegen den Willen und die Disziplin der wiederum uninspiriert auftretenden Löwen. Last but not least haben es die Frankfurter ihrem bemitleidenswerten Goalie Tyler Prante zu verdanken, das die Partie nicht zu einem historischen Debakel für die Bankenstädter wurde. Was die Nr. 35 der Löwen außer den vier kassierten Buden noch alles parierte, hätte gereicht, die überaus schwachen Löwen mit einer zweistelligen „Klinikpackung“ abzufertigen. Für das morgige vierte Spiel stellt sich die Frage, was die Löwen dazu bewegen sollte, die Serie doch noch zu drehen. Welche Möglichkeiten Löwen-Dompteur Rich Chernomaz noch hat, den berühmten Bock umzustoßen. Einzig die verletzte Ehre kann dafür sorgen, dass sich die Löwen-Cracks wenigstens noch einmal am Riemen reißen, und zumindest ein fünftes Spiel am Sonntag in Kassel erzwingen. Wer weiß, wie die Kasseler dann damit umgehen würden, dass sie in der Serie doch schlagbar sind. Und: Wunder gibt es immer wieder. Auch kleine Eishockeywunder?

PlayOff Bart 2016

Nachdenklich und enttäuscht – Play-Off – Bart 2016

Is this the way you wanna go?

16.03.2016 This is no further wake-up call. After losing the 3rd match versus the Huskies you should know what time it is. Even if the series will be lost, then it’s your damned duty to invest all you can give in the 4th match on Friday. The fans are upset about your performances and they could be vengeful. If you have to say good bye on Friday, then after having done all what’s possible. Concentrate, play disciplined and be a team on ice and don’t populate the coolbox all the time. Can we?

 

Die Löwen nach Spiel 2 schon mit dem Rücken zur Wand

14.03.2016 Die Kufencracks der Löwen Frankfurt machen es ihren zahlreichen Fans nicht leicht, nicht in jedem Aufeinandertreffen mit den Kassel Huskies ein paar Jahre zu altern. So auch in den beiden bisherigen Begegnungen der diesjährigen Viertelfinal-Playoff-Serie der DEL 2. Schon am vergangenen Freitag in Kassel liefen die Löwen ständig der Musik hinterher. Die Kasseler wirkten spritziger, gedanklich schneller. Man hatte den Eindruck, sie wollen es einfach mehr.  Zudem dezimieren sich die Löwen immer wieder zu den ungünstigsten Zeitpunkten durch unnötige Fouls selbst. Wobei die Schiedsrichter in beiden Spielen äusserst kleinlich pfiffen und sich gerade in Spiel 2 der Verdacht erhärtete, in vergleichbaren Situationen mit zweierlei Maß zu messen. Aber das ist nicht ausschlaggebend gewesen für die Niederlagen. Vier der elf Gegentore in Unterzahl sprechen eine deutliche Sprache und signalisieren eine verbesserungswürdige Disziplin. Individuelle Klasse und individuelle Fehler machten ebenfalls den Unterschied. Kassels Torhüter Keller zeigte in beiden Partien sehr starke Leistungen. Frankfurts Goalie Tyler Plante hingegen wartet noch auf einen echten Schokoladentag in den Playoffs. Morgen schon kann Kassel einen vorentscheidenden Pflock in Richtung nächste Runde einschlagen. Um das zu verhindern, brauchen die Frankfurter Puckjäger eine hochkonzentrierte, vor allen Dingen disziplinierte Leistung. Auch wenn die Zeichen auf das vorzeitige Ausscheiden hindeuten, sollte man die Löwen keineswegs abschreiben. Haben sie doch in der abgelaufenen Hauptrunde gezeigt, wie man den Schlittenhunden aus Nordhessen beikommen kann. Nach Spiel 3 sieht es dann vielleicht schon wieder besser aus für die Lieblinge der Löwen-Fans.

Löwen not yet in Play-off mode

Update 13.03.2016 First of all take my apologies for my bad English… This is a wake-up call. I think it is not too early for it. Cause the Play-offs take maximum seven matches, but it must not. Be aware of being too reckless. Last year you were just two seconds away from the final-series. Most of you know how it feels to be taken out. On Friday I have seen a Huskies team doing what they can. Not more or less. It was no revelation and it was no kind of performance you have to knee down for. But they just put all their skills on ice. And were unfortunately enough more keen to win. For the match this evening to come I strongly recommend to take some few things in your focus. First, you have to trust your coach. He has reached what you are dreaming of: championships. Secondly, you must realize, for what you are playing professional Hockey. You play for your career and your existence. And  you play for your supporters and fans. On Friday I have seen hundreds of people who were travelling hundreds of kilometers to see you play and support you. Their engagement is your commitment. Never forget without these fans you would not play in Frankfurt. Cause the fans are the key-driver of having professional Hockey in Frankfurt. Thirdly but not least only you have the ability to create the necessary momentum to get the people on the stands in motion. Crunchtime means not talking about it, it means to put action on the playground. That’s what it is all about. Your are the better players, now prove you are the better team as well. Today show your claws and send the sledgedogs back to their cage in the dark north of Hesse. Be a true Löwe.

At the end of the road: DEL2 Bowl

At the end of the road: DEL2 Bowl

 

Access Play-Off VF #1

Access Play-Off VF #1 — I was there

 

 DEL2 – Das Derbyviertelfinale elektrisiert Hessen

11.03.2016 Update Vier Derbys Löwen gegen Huskies gab es in den letzten sechs Monaten. Nun folgen vielleicht ab dem 11. März in zwei Wochen derer sieben. Übersättigung definitiv ausgeschlossen. In der Hauptrunde behielten die Löwen dreimal die Oberhand und holten insgesamt neun Punkte aus den vier Partien mit den Nordhessen. Eigentlich ein gutes Omen für die Löwenträger. Doch Vorsicht: Die Huskies können an einem guten Tag jede Mannschaft der DEL2 schlagen und sind keinesfalls zu unterschätzen. Noch im Januar beim vorletzten Aufeinandertreffen der ewigen Rivalen lagen die Kasseler am Ratsweg nach 44 Minuten mit sage und schreibe 2:6 zurück, um nach einer fulminanten Aufholjagd in der regulären Spielzeit den Ausgleich zu schaffen. Alles ist möglich in dem ewig jungen Hessenderby Nord gegen Süd. Starke Nerven sind in den Play-Offs gefragt. Und hier könnte ein kleiner Vorteil für die Cracks aus der Bankenstadt liegen. Schaffen es die Löwen heute zum ersten Mal, ein Play-Off-Spiel in der nordhessischen Metropole für sich zu entscheiden, könnten die Träume der Huskies von einem Halbfinale schon am nächsten Freitag zerplatzen. Dafür müssen die Jungs von Meistertrainer Rich Chernomaz in jedem Spiel 100 Prozent abrufen. Mindestens.

 

07.09.2015

Der Tag der Wahrheit ist kommenden Freitag

Nach den vergangenen harten Trainingswochen mit durchwachsenen Ergebnissen in den Testspielen vornehmlich gegen Mannschaften aus der DEL wird sich am Freitag zeigen, ob Tim Kehler die Neuzugänge gut in die Gruppe integriert hat und die Abgänge (u.A. Lanny Gare) verkraftet werden. Das der Spielplan gleich eine ganz vertrackte Kiste mit dem Gastspiel bei den Schlittenhunden in Kassel bereithält, ist gar nicht mal so verkehrt. Das nominell sehr gut ergänzte Team wird gleich beweisen können, ob wieder mit ihm zu rechnen sein wird in dieser Saison. Auch wenn die ewig lange Vorrunde den Fans einige Geduld und jede Menge Euro abfordert, wird das Derby in Nordhessen die Massen elektrisieren und einen ersten Fingerzeig geben, in welche Richtung es geht. Die Löwen bleiben hoffentlich von schweren Verletzungen verschont, auch wenn schon jetzt wieder einige Akteure ausfallen, bzw. in der Rekonvaleszenz stecken. Kassel wird den Männern von Tim Kehler gleich alles abverlangen. Die Löwen werden dagegenhalten und sind eigentlich der klare Favorit.

 

DEL2-Playoffs

14.04.2015

Lernen aus dem Halbfinale

Auch im sechsten Spiel präsentieren sich die Nordlichter aus Bremerhaven als die etwas reifere Gruppe und gewinnen am Ende nicht ganz unverdient 4:3, zum dritten Mal in Folge und sichern sich den Finaleinzug gegen die Bietigheim Steelers. Das Lehrgeld, das die Löwen im Halbfinale zahlen, wird sich in der nächsten Saison rentieren

Auch das sechste Aufeinandertreffen der Kontrahenten aus der hessischen Metropole und der Fischestadt an der Nordsee hatte etwas von der Fabel vom Hasen und dem Igel. Kombiniert mit einer Portion „Und ewig grüßt das Murmeltier“. Der DEL2-Meister hatte immer einen Gang zuzulegen, wenn es einmal eng geworden sein sollte. Immer dann, wenn die Löwen die Hoffnung hatten, endlich einmal den Ausgleich zu erzielen im sechsten Spiel der Halbfinalserie, gaben die Bremerhavener den Löwen die aus deren Sicht desillusionierende Antwort. Es fehlt den Frankfurter Puckjägern noch ein wenig die „Abgewichstheit“, einen Gegner der Güteklasse Bremerhavens in den entscheidenden Spielen zu kontrollieren und niederzuhalten. Im letzten Spiel liefen die Kehler-Jungs über weite Strecken einem Zweitore-Rückstand hinterher, den sich die cleveren Nordlichter nicht nehmen ließen, auch wenn sie knapp zwölf Minuten im Schlussdrittel einen knappen von einem Treffer Vorsprung verteidigen mussten. Dass die Löwen die Spiele zwei und drei für sich entscheiden konnten, lag wohl daran, dass die Bremerhavener nach ihrem deutlichen 4:0 Auftaktsieg die Frankfurter in den darauffolgenden Begegnungen etwas unterschätzt hatten und sich auch auf heimischem Eis überraschen ließen. Mike Stewart ist ein alter Fuchs und ließ sein Team in den Spielen vier und fünf etwas wehleidiges Eishockey spielen, um es einmal charmant auszudrücken. Die ewige Schinderei und das Provozieren von Strafzeiten gegen die Löwen brachte die Kehler-Boys mehr als einmal aus dem Rhythmus. Zumal Tim Kehler durch Sperren ab Spiel drei nicht mehr seinen stärksten Kader aufs Eis bringen konnte. Im letzten Spiel blieb alles ruhig, da Bremerhaven aus der Position des Führenden in der Serie kommen konnte und selbst bei einer Niederlage im siebten Spiel auf das wichtige Heimrecht pochen hätte können. Die Löwen haben letztlich alles gegeben. Dieses Jahr hat es noch nicht ganz gereicht. Noch nicht. Die Mannschaft ist entwicklungsfähig und der Trainer auch. In der nächsten Saison werden die Männer von Tim Kehler den nächsten Schritt machen. Wetten?

12.04.2015

Heute Abend der erste echte Showdown

Die Löwen belohnen sich nicht für ihr Klasse-Spiel am vergangenen Freitag, versäumen es, durch Mazzolinis Penalty den Sack zum 5:3 zuzumachen, kassieren zwei Sekunden vor Schluss den Ausgleich und verlieren nach Verlängerung mit 4:5. Peinliche Vorstellung des Bremerhavener Trainers bei der Pressekonferenz

Schade, schade. Die Löwen haben sich am Freitagabend in der erneut ausverkauften Eis-Arena in Bremerhaven selbst mehrere Beine gestellt. Dass Nick Mazzolini, der ansonsten eiskalte Stürmer einen Penalty kurz vor Schluss vergab, der den Fishtown Pinguins wohl den endgültigen Knockout versetzt hätte, ist eine Momentaufnahme. Dass aber wieder einmal den Schiedrichtern eine entscheidende Rolle zukam, lag auch an der Nervenschwäche der Löwen, die sich permanenten Provokationen der Bremerhavener ausgesetzt sahen, die ihre Wirkung nicht verfehlten. Unrühmlicher Abschluss war eine Attacke Liesegangs an dem Torhüter der Gastgeber Meisner, wonach der Goalie der Pinguine mit der Trage vom Eis gebracht wurde. Ob er denn wirklich mit der Trage vom Eis gebracht werden musste, sei dahin gestellt. Die immer wieder sich selbst dezimierenden Löwen kassieren dann auch immer wieder Tore, die wehtun, weil überflüssig. Am Freitag in der Verlängerung kam der Sudden Death, als die Kehler-Jungs mit zwei Mann weniger auf dem Eis waren. In der 68. Minute hatte Bremerhaven die Überzahl nach kurzer Zeit eiskalt ausgenutzt.

Zu diesem Zeitpunkt staute sich bei allen den Löwen verbundenen Beobachtern der Ärger über die vermeintlichen ‚Heulsusen‘ aus der Fischestadt noch mehr auf. Schon in den Spielen zuvor hatten die Spieler von der Nordsee keine Gelegenheit ausgelassen, bei den Referees Mitleid zu heischen, bei jeder Gelegenheit Sanitäter aufs Eis kommen zu lassen, um möglichst hohe Strafen gegen die Löwen zu generieren. Der Zorn darüber entlud sich bei Tim Kehler auf der Pressekonferenz nach dem Spiel, als er den Gastgebern ganz offen Schauspielerei vorwarf und sich für das heutige Spiel Schiedsrichter wünschte, die der Bedeutung angemessen wären. Das konnte Bremerhavens Coach natürlich nicht so stehen lassen und proklamierte „Geldstrafen für seine Spieler bei Schwalben“ und bezeichnete die Einlassungen Kehlers als lächerlich und von einem geäußert, der nur wenig Eishockey gespielt haben könnte. Wenn ein Trainer es für nötig hält, Geldstrafen für Schauspielerei einzufordern, muss es dafür wohl Gründe geben, wäre ein möglicher Umkehrschluss. Der peinliche Kommentar Stewarts fand seinen Höhepunkt in der Einschätzung, diese Arie des Löwen-Trainers Tim Kehler jedoch schon erwartet zu haben.

Heute Abend kommt es zum vorerst finalen Showdown in der Eissporthalle. Mit Gift und Galle – und einem hoffentlich erfolgreichen Ausgang für die Löwen. Das siebte Spiel haben sich die Kehler-Boys mindestens verdient.

09.04.2015

Der Meister gleicht die Serie gegen den Aufsteiger aus

Die Pinguine siegen im vierten Spiel mit 6:4 in der Eissporthalle und präsentieren sich einen Tick konsequenter bei der Ausnutzung der Chancen. Die Löwen wirken in den ersten zwei Dritteln seltsam gehemmt. Im letzten Drittel kippt das Spiel fast noch, nachdem die Hausherren innerhalb von acht Minuten mit drei Toren den Anschluss schafften.

Bremerhavens Trainer Mike Stewart wirkte sehr aufgeräumt nach dem Ausgleich seiner Mannschaft im vierten Spiel der Halbfinalserie. Nachvollziehbar, hatte doch sein Team zuvor sehr gekonnt und abgeklärt die Löwen im Zaum gehalten und nur im letzten Drittel geschwommen, als Tim Kehlers Männer dem Ausgleich nach einem ernüchternden 0:4 Rückstand sehr nahe waren. Aber eben nur sehr nahe. Richie Müllers Traumgoal Marke „Tor des Monats“  zum 4:5 eine Minute und elf Sekunden vor der Schlusssirene ließ die Spannung noch einmal ins Unermessliche steigen. Vergebens. Die Pinguine waren an diesem Abend wohl genau dieses eine Tor besser. Das ENG drei Sekunden vor Schluss war nur der finale Akt  in einer Partie, in der sich die Löwen – ohne die gesperrten Mazzolini und Cespiva und ohne den verletzten Breitkreuz – vor wieder über 6.000 Zuschauern über weite Strecken seltsam gehemmt zeigten und nur selten zu einem guten Kombinationsspiel fanden. Das spielte Bremerhaven in die Karten, hatten die Nordlichter doch an diesem Abend die etwas bessere Spielanlage und waren konsequenter in der Chancenausnutzung. Morgen Abend in Bremerhaven geht es bei Null los, eine best-of-three Serie startet. Mit dem besseren Ende für die Löwen?

Richie Müller gegen Bremerhavens Meisner - leider kein Tor Quelle: www.loewen-frankfurt.de

Richie Müller gegen Bremerhavens Meisner – leider kein Tor                                Quelle: www.loewen-frankfurt.de

Das Ziel der Träume: DEL2 Bowl

Das Ziel der Träume: DEL2 Bowl

07.04.2015

Der Aufsteiger führt erstmals gegen den Meister

Mit einem exzellenten Antti Ore und einem dreifachen Torschützen David Elsner entzaubern die Löwen in meisterlicher Manier den amtierenden Champion mit 4:2 auf eigenem Eis und können am Mittwoch den nächsten Schritt Richtung Finale gehen

Keine Bierduschen oder Sekt auf der Rückfahrt aus Bremerhaven. Nein, die Jungs von Tim Kehler vertrieben sich die Zeit u.a. mit der Tablet-Version des Kapitalismus-Spieleklassikers Monopoly. Konzentriertes Brainjogging kombiniert mit Spaß und Unterhaltung. Hochspannung, Mega-Konzentration kombiniert mit Spaß und Unterhaltung hatten die Loewen zweieinhalb Stunden in Bremerhaven geboten. Und einen vollauf verdienten Erfolg gegen den Titelverteidiger eingefahren. „Men of the match“ waren wohl David Elsner mit seinem Dreierpack – sein zweites Tor mit einem fulminanten Schlagschuss aus halblinker Position hinter dem Bullikreis – und Antti Ore mit unzähligen Saves gegen die Pinguine, die letztlich an dem Frankfurter Keeper verzweifelten.  Als „Mazzo“ Nick Mazzolini bei 4 gegen 6 die Scheibe vier Sekunden vor Schluss ins leere Pinguins-Gehäuse einnetzte, kannte der Jubel keine Grenzen. Der Meister entzaubert – und der Aufsteiger auf dem besten Weg ins Finale? Fortsetzung folgt am Ratsweg schon morgen Abend.

06.04.2015

Meister und Aufsteiger auf Augenhöhe

Die Löwen schicken in einem spannenden Spiel Bremerhaven vor fantastischer Kulisse mit 4:1 vom Eis und präsentieren sich am Ratsweg als Aufsteiger, der sich nichts gefallen lässt und noch weit kommen will in der Play-Off-Serie

Die Massenschlägerei am Ende der Partie war ein Ausdruck von zweierlei: Einmal mussten die Pinguine aus Fischtown Bremerhaven ihren Frust und Adrenalinüberschuss noch vor der langen Heimreise abbauen, auf der anderen Seite hielten die Löwen auch in dieser Disziplin mit und bewiesen, dass sich sie sich – noch dazu auf eigenem Eis – von Niemandem etwas gefallen lassen. Kurz zuvor hatte Richie Müller das Spielgerät aus Hartgummi zum Endstand in das verwaiste Gästetor geschlenzt und die Halle zum Toben gebracht. Wie auch schon bei seinem ersten Treffer zum 2:1 in der 44. Minute, als er auf Rechtsaußen durchdrang und dem Fischtown-Keeper Meisner mit seinem Schuss ins lange Eck keine Chance ließ. Lange Zeit hatte es nach einem verbissenen Fight ausgesehen, es wurde um jeden Zentimeter Eis gekämpft. Kirschs Führung nach 53 Sekunden glich Kopecky in der 13. Minute in Überzahl aus. Nach Müllers erneuter Führung schaffte Ostrow mit einem Konter in Unterzahl das 3:1 und brachte die Halle am Ratsweg zum Beben. Nach dem Ausgleich in der Serie gaben sich die Coaches auf der anschließenden Pressekonferenz einsilbig und schienen sich nicht viel zu sagen zu haben. Play-off eben. Dem dritten Spiel in Bremerhaven kommt zwar keine entscheidende Bedeutung zu. Sollten die Löwen jedoch dort heute am späten Nachmittag die Nase vorne haben und ein Break schaffen, könnten am Mittwoch in der Eissporthalle die Weichen auf Finaleinzug gestellt werden.

04.04.2015

Meister gegen Aufsteiger

Das erste Gastspiel der Löwen in Bremerhaven ist gründlich danebengegangen. Der Meister zeigt seine ganze Cleverness und besiegt den Lehrgeld zahlenden Aufsteiger aufgrund des besseren Überzahlspiels

Nach dem Durchmarsch in vier Spielen gegen Ravensburg gab es nicht wenige Löwen-Unterstützer, die sich eine ähnliche Serie auch im Halbfinale gegen den amtierenden Meister gewünscht hätten. Die wirklichen Experten, zu denen die Spieler und natürlich auch der Coach Tim Kehler zu zählen sind, hatten abgewunken und eine lange Serie prognostiziert, die durchaus bis in das entscheidende siebte Spiel gehen könnte. Wenn es so sein sollte, muss heute Abend in der Eissporthalle ein Sieg her. Wenn es nicht klappen sollte, stehen die Jungs von Tim Kehler in den nächsten zwei Spielen mächtig unter Druck. Mit den fantastischen Fans im Rücken werden die Löwen alles in die Waagschale werfen, um den Gleichstand herzustellen, und in der Serie am Montag in Bremerhaven bei Null zu beginnen.

 

21.03.2015

Sweep !

Coole und gleichermaßen abgezockte Löwen kochen die Ravensburger Towerstars im vierten Spiel ab und erreichen auch dank Antti Ore mit einem Durchmarsch das Halbfinale der DEL2-Play-offs.

Ravensburgs Trainer Dannie Naud wirkte schon einigermaßen konsterniert bei der Pressekonferenz nach der vierten Niederlage in Folge in der DEL2-Play-off-Serie gegen hochkonzentrierte Löwen. Naud wurde nicht müde zu betonen, dass Löwen-Goalie Antti  Ore wieder einmal den ausschlaggebenden Unterschied ausmachte an diesem Abend. Insgesamt wäre das natürlich etwas zu kurz gesprungen. Immerhin haben die Löwen in den vier Spielen 20 Tore erzielt und in Unterzahl keinen Gegentreffer hinnehmen müssen. Es ist ein Gesamt-Kunstwerk, dass mit den viel zitierten „Special teams“ beginnt und bei allen vier Reihen in der mannschaftlichen Geschlossenheit endet. Egal, wer in den Semifinals der Gegner der Löwen sein wird, er wird sich warm anziehen müssen. Tim Kehlers Team ist ein verschworener Haufen.

Jubelnde Löwen überall - Quelle: www.loewen-frankfurt.de

Jubelnde Löwen überall  – Richie Müller                              Quelle: www.loewen-frankfurt.de

20.03.2015

Der dritte Streich !

Die Kehler-Boys stoßen das Tor zum Halbfinale himmelweit auf und können schon heute den Einzug in die nächste Runde klarmachen. Die Towerstars stehen mächtig unter Druck – und das macht sie so gefährlich

Wieder einmal Play-off-Eishockey reinsten Wassers boten am Dienstag die beiden Mannschaften den über 4000 Zuschauern am Ratsweg. Nick Mazzolini machte den Unterschied und der konzentrierte Wille der Löwen, ohne große technische Finessen und Schönspielerei den dritten Sieg klarzumachen. 4:1 stand es am Ende, nachdem Mazzolini per Emptynetshot endgültig alles klar gemacht hatte. Von maximal sieben zu spielenden „Streichen“ ist in der Serie im Moment nicht auszugehen. Aber Ravensburg wird sich auf heimischen Eis nicht sieglos von seinen Fans aus der Saison verabschieden wollen. Es wird seitens der Löwen darauf ankommen, diszipliniert kühlen Kopf zu bewahren und die Oberschwaben sich erstmal müde spielen zu lassen. Dann könnte es schon etwas feuchter werden auf der Rückfahrt gen Eissporthalle…

16.03.2015

Sauber nachgelegt

Hochkonzentrierte Löwen lassen den heimischen Towerstars nicht den Hauch einer Chance, fegen die Gastgeber mit 7:2 vom eigenen Eis und gehen in der Serie mit 2:0 in Führung

Mit einer löwenstarken Leistung haben sich die Kehler-Boys am Sonntag Abend in Ravensburg in eine aussichtsreiche Position zum Einzug in die Semifinals der DEL2 gespielt. Diszipliniertund konzentriert, auf den Punkt fit in allen Mannschaftsteilen und mit insgesamt sechs verschiedenen Torschützen (Doppelpack Breitkreuz) demonstrierten die Löwen Play-Off-Hockey vom Feinsten. Schönstes Tor: Richie Müller mit feinem Solo aus dem eigenen Drittel. Nicht aufzuhalten verwandelte der Mann mit dem Goldhelm sicher zum vielleicht schon vorentscheidenden 3:0 in der 21. Minute. Sollten die angeschlagenen Oberschwaben morgen Abend niedergehalten werden können, ist vielleicht schon am Freitag der Halbfinaleinzug klargemacht. Aber: Angeschlagene Eishockeyteams sind gefährlich. Watch out! Die nächste Runde ist noch nicht eingetütet.

14.03.2015

Gelungene Eröffnung der Löwen

Konzentriert-aggressive und physisch jederzeit präsente Löwen halten den starken Gast aus Ravensburg letztlich nach großem Kampf verdient mit 4:2 nieder und fahren am Sonntag gedämpft optimistisch zu den Towerstars

Schon im ersten Durchgang der Play-Off-Serie der DEL2 konnte der geneigte Zuschauer in dem Spiel der Löwen gegen die Towerstars aus Ravensburg alle Attribute erkennen, die den Reiz dieser Ausscheidungsspiele ausmachen. Jedes Spiel endet mit einem Sieger, es gibt kein Punktverteilsystem. Kein Penaltyschießen. Spielen und kämpfen bis zum Sudden Death. Auge um Auge – Spiel für Spiel. Hochspannung von der ersten bis zur letzten Minute. Am Freitag in der Eissporthalle lieferten die Teams zweieinhalb Stunden beste Sportunterhaltung mit einem hohen Ehrgeizfaktor, der in jeder Sekunde des Spiels auf beiden Seiten spürbar war. Fünfeinhalbtausend Zuschauer beim ersten Play-Off-Heimspiel ist super, und weiter ausbaufähig. Sollte es zu einem Showdown in einem siebten Spiel kommen, sollte die inzwischen schon altehrwürdige Eissporthalle restlos gefüllt sein. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Gestern haben die Löwen ihre Fans von der ersten Sekunde an auf ihre Seite geholt. Ravensburg ist ein Gegener auf Augenhöhe und jeder Fehler führt im Zweifelsfall zu einem Gegentor. Die stärker ausgeprägte Cleverness im Unter- wie Überzahlspiel machte den Unterschied gestern Abend. Die Kehler-Boys waren speziell im letzten Drittel physisch sehr stark präsent und zwangen damit die Towerstars in die Knie. Weiter so. Der Weg bis zur Meisterschaft ist weit, aber für die Jungs von Tim Kehler durchaus begehbar.

Rich Chernomaz angespannt auf der Tribüne

Rich Chernomaz auf der Tribüne                – Foto: Bernd Loose

Auf dem Mars, auf dem Mond, überall ein Löwe wohnt

Auf dem Mars, auf dem Mond, überall ein Löwe wohnt  !   Foto: Bernd Loose

05.03.2015

Acht Spiele in Folge siegreich

Nur am „Grünen Tisch“ verpassen die Löwen Platz 3 im Endklassement der DEL2 – Hauptrunde und spielen nun im Viertelfinale gegen die Ravensburg Towerstars

Einen fulminanten Schlussspurt haben die Löwen zum Ende der DEL2-Hauptrunde hingelegt. Acht Spiele in Folge wurden gewonnen. Und nur durch die merkwürdige Entscheidung der DEL wurden die Punkte gegen Crimmitschau nachträglich aberkannt, obwohl der Fehler eindeutig bei der Ligenleitung gelegen hatte. Unverständlich und wenig salomonisch das Urteil. Eine Geldspende an eine karitative Einrichtung hätte es auch getan. Gut, sei’s drum. Im Viertelfinale geht es gegen Ravensburg. Und das wird alles andere als ein Selbstgänger. Auch wenn das letzte Aufeinandertreffen Anfang Februar 8:2 für die Löwen endete. Ravensburg ist heimstark und nicht zu unterschätzen. Es könnte eine lange Serie für die Kehler-Boys werden. Am Ende ist der Heimvorteil in einem eventuellen siebten Spiel der ausschlaggebende Faktor für den Einzug ins Halbfinale. Am 13. März geht es los und die Löwen hoffen auf eine volle Hütte am Ratsweg. Zu gönnen ist es ihnen. Gute Arbeit muss belohnt werden. Und das Team um Tim Kehler und Rich Chernomaz hat sehr gute Arbeit geleistet in den vergangenen sieben Monaten. Den vierten Platz bekommt man in dieser Liga nicht geschenkt. Und auch sonst nichts…

14.01.2015

Der Klassenprimus lässt den tapferen Löwen erneut keine Chance

Beim 3:4 am vergangenen Sonntag haben sich die Grenzen zwischen der Klassemannschaft aus Bietigheim und den Löwen noch nicht verschoben

Die Kufencracks aus der Heimat der Kieholzbuwe hielten dem Sturmlauf der Löwen und Clarke Breitkreutz Doppelschlag in der 45. und 46. Spielminute trotz personeller Missstände im Kader stand und verteidigten den knappen Vorsprung bis zur Schlusssirene. Der Vorjahresvizemeister ist aufgrund der Erfahrung und spielerischen Qualität im Kader durchaus in der Lage, auch brisante Phasen, wie die zuvor erwähnte nach dem Anschlusstreffer durch die Löwen, unbeschadet zu überstehen. Den Löwen bleibt die Erkenntnis, dass sie einerseits schon ein bisschen mithalten können mit den Top-Mannschaften der Liga, andererseits als Aufsteiger nicht erwarten konnten, gleich in der ersten Saison der Zugehörigkeit zu Liga 2 des deutschen Eishockey mit den etablierten Platzhirschen konstant Paroli zu bieten. Dieser Zustand wird weder Tim Kehler, noch Rich Chernomaz auf Dauer zufriedenstellen. Der Kader wird auf Sicht perspektivisch mit DEL-Spielern qualitativ aufgewertet weden müssen. Sonst stockt der Löwen-Express und bleibt in der Grauzone der Liga hängen. Und das wird keiner auf Dauer wollen.

10.01.2015

Das Löwen-Rudel zeigt sich lernfähig, Wirkung und eine eindrucksvolle Reaktion

Beim Tabellenletzten gibt sich das Spitzenteam vom Main keine Blöße – Die Löwen schonen sich und die Kaufbeurener – und gewinnen trotzdem am Ende hochverdient und locker zweistellig

Respekt! Nach den beiden eher deprimierenden Niederlagen in Ravensburg und insbesondere gegen Crimmitschau haben die Jungs von Tim Kehler in Kaufbeuren einen kurzen Einblick in ihr Potenzial gegeben. Bietigheim kann kommen und es wird morgen Abend ein für die Fans sehr interessantes Spiel. Man darf gespannt sein, welche Taktik sich Tim Kehler für das Spiel gegen den unangefochtenen Spitzenreiter ausdenkt.  Mein Tip: 4:3 nach Verlängerung.

07.01.2015

Heilige Drei Könige, Großkatzenjammer, Achterbahn, Murmeltiertag und Katerstimmung. Alles auf einmal gibt es nicht? Doch, bei den Löwen Frankfurt – am Ratsweg 

Tim Kehler bezeichnet nach der 5:6-Heimschlappe zum zweiten Mal in dieser Saison ein Heimspiel als „peinlich“ und entschuldigt sich auf diese Weise bei den treuen Fans, die zusehen mussten, wie ihre Lieblinge leichtfertig und lethargisch eine zweimalige Dreitore-Führung verdaddelten

Nachdem Tim Kehler in der obligatorischen Pressekonferenz im wie immer etwas unruhigen VIP-Zelt seinem Crimmitschauer Trainer-Kollegen Chris Lee zum kurz zuvor erspielten Sieg gratuliert hatte, war Schluss mit lustig. Der Frankfurter Cheftrainer war stinksauer, in ihm arbeitete es. Das war nicht zu übersehen. Tim Kehler ist ein besonnener Mann und behielt die Contenance. Er konstatierte mit Ärger in der Stimme zu recht, dass sein Team nach der schnellen Führung und nach dem 4:1 das Momentum verloren hätte und der Auftritt seines Teams auf heimischem Eis letztlich einer der peinlichen Art war. Kehler bemerkte aber auch, dass die Erfolgsserie in der jüngeren Vergangenheit die Gegner besonders heiß macht, es mit den Löwen aus Frankfurt aufzunehmen. Gegen Crimmitschau kann man verlieren. Aber das Team muss noch lernen, einen eklatanten Vorsprung wie den gestrigen zu verwalten und dabei die eigene Konzentration nach hinten hoch zu halten. Nachdem zwei Drittel der Hauptrunde absolviert sind, haben sich die Löwen eindrucksvoll im ersten Drittel der Tabelle festgesetzt. Das bleibt aber nur so, wenn die gerade genossene Konstanz mit sieben Siegen in Folge konserviert werden kann. Ansonsten gibt es ein Ticket. Für die nächste Achterbahn. Am Ratsweg.

05.01.2015

Die erfolgreichen Weihnachts- und Neujahrsfestpiele der Löwen finden in Ravensburg ein jähes Ende

Sieben auf einen Streich, bzw. sieben Siege nacheinander bringen die Löwen in die Spitzengruppe der DEL2-Tabelle und veranlassen die Löwen, die Arbeit mit Tim Kehler eine weitere Spielzeit fortzusetzen

Wenn während der Feiertage rund um Weihnachten landauf landab geschlemmt wird, dass die sprichwörtliche Schwarte kracht, haben die Profi-Kufencracks kaum Zeit, Luft zu holen ob des zweitägigen Spielrhythmus, den der Spielplan Jahr für Jahr den Spielern und deren Fans gleichermaßen auferlegt. Für die Anhänger des schnellen Sports mit der Hartgummischeibe die Gelegenheit, in sehr kurzen Abständen die Arbeitsnachweise ihrer Lieblinge zu verfolgen. Die Löwen haben personell arg gebeutelt gestern Abend in Ravensburg ihre gefühlt nach Ewigkeiten erste Niederlage einstecken müssen. Bei den sehr heimstarken Towerstars reichte es nicht einmal zu einem Ehrentreffer. Schwamm drüber. Solche Tage gibt es und werden die Jungs von Erfolgscoach Tim Kehler nicht umwerfen. Schon morgen Abend bietet sich die Gelegenheit der „Rehabilitation“ gegen die Eispiraten aus Crimmitschau. Aber Vorsicht. Die Crimmitschauer sind unberechenbar.

26.12.2014

Die Löwen verwöhnen ihre Anhänger vor Weihnachten

Die Kehler-Boys fertigen Heilbronn „on-the-fly“ zweistellig mit 12:2 ab und lassen auch dem Derby-Gegner aus der Wetterau mit 6:3 keine Chance in der Eissporthalle

14.12.2014

Durchwachsenes Wochenende für die Löwen

Die Frankfurter Kufencracks holen mit Glück und Geschick und Ken Magowan drei Punkte und ein 5:3 gegen Kaufbeuren, müssen jedoch beim unangefochtenen Spitzenreiter mit 2:3 knapp die Segel streichen.

Die drei Punkte gegen den mit neuem Trainer angetretenen Vorletzten taten gut. Kenneth Magowan entschied das Match mit seinen späten Toren. Wichtig für die Moral. Am Sonntag beim Spitzenreiter lieferten die Löwen eine vergleichsweise gute Leistung ab, blieben jedoch ohne Punktgewinn.

11.12.2014

Nach vier Niederlagen „in a row“ mit 9:19 Toren nun ein Shut-out mit 5:0 in Rosenheim

Tim Kehler muss ein Klasse-Trainer sein. Nach teilweise, wörtlich, „peinlichen“ Auftritten folgt ein eindrucksvoller Befreiungsschlag bei den Starbulls Rosenheim.

Landshut, Ravensburg, Dresden, Kassel. Normalerweise wird die „Tour de France“ die „Tour der Leiden“ genannt. Weil sie den Athleten, gerade in den gnadenlosen Bergetappen der französischen Alpen, körperlich und mental alles abverlangt. Tim Kehler hat seine persönliche Tour der Leiden nach vier Niederlagen am Stück hinter sich. Der Kader wurde nochmals verstärkt. Antti Ore und Justin Kirsch verstärken jetzt das Löwen-Rudel. Die peinliche Niederlage gegen Ravensburg, als die Kehler-Boys ihre wohl schwächste Saisonleistung abgeliefert haben (vor phantastischen, eishockeyausgehungerten 5022 Zuschauern!), sowie die schmerzliche Derby-Niederlage gegen die Huskies waren erste wirkliche Tiefpunkte der Hauptrunde. Dass es Tim Kehler binnen 48 Stunden geschafft hat, das Team umzustellen und zu einer Leistungssteigerung zu führen, welche letztlich den shut-out in Rosenheim ergab, spricht für den Löwen-Coach. Tim Kehler wirkt immer, als hätte er er erst vorgestern die Schlittschuhe als Spieler ausgezogen. Aber ist dabei ein akribisch arbeitender und analysierender Eishockey-Coach mit einem sorgfältigen Blick, wie er die Spieler anzufassen hat. Das Spiel am Freitag gegen den ESV Kaufbeuren wird sicher kein Selbstgänger. Die Bayern haben nach der Demission von Uli Egen zuletzt Bremerhaven deutlich geschlagen. Watch out Löwen, Freitag könnte eine kleine Serie ihren Anfang nehmen. Mit Konzentration und Einsatz. Und den erstklassigen Fans im Rücken.

24.11.2014

Das Landshuter Eis ist zu glatt für die Löwen aus Frankfurt

Mit nur vier Verteidigern kann die Kehler-Truppe einen Zweitore-Vorsprung nicht halten und verliert zu allem Überfluss auf kurios-tragische Weise Marcus Weber

Es entbehrt nicht einer gewissen Tragik, dass sich Marcus Weber, gerade nachdem er das 2:0 für seine Löwen erzielt hatte, an der Bande (!) des „Städtischen Eisstadions“ in Landshut so schwer verletzte, dass er das Spiel nicht nur nicht fortsetzen konnte, sondern zu allem Überfluss zur weiteren Diagnose ins Krankenhaus gebracht werden musste. Der Verletzungsfluch, mit dem die Löwen seit Wochen belegt sind, und der ihnen ständig zwischen sechs und neun Stammkräfte des Kaders aus dem Trainings- und Spielbetrieb nimmt, verhindert bis auf Weiteres das Einspielen der vier Stammreihen. Umso erstaunlicher, jedoch nicht zuletzt den erstklassigen Förderlizenzspielern aus Nürnberg geschuldet, dass die Frankfurter Kufenflitzer vor dem gestrigen Spiel zehn Spiele in Folge nach regulärer Spielzeit nicht als Verlierer vom Eis fuhren. Und sich ins obere Drittel der Tabelle der DEL2 vorgearbeitet haben. Trotz aller Ambitionen nicht so schlecht für einen Aufsteiger. Freitag gegen Ravensburg sollten drei Punkte mithilfe einer geschlossenen Mannschaftsleistung am Ratsweg bleiben. Das Team wird jedoch hart dafür arbeiten müssen.

22.11.2014

Vier Punkte aus zwei Auswärtsspielen, so what?

Die Kehler-Boys absolvieren die beiden letzten Spiele souverän und verlieren ärgerlicherweise in der Overtime beim Derby in der Kurstadt

Vier Punkte aus den beiden Auswärtsspielen in der Kurstadt in Mittelhessen und in Crimmitschau hört sich zunächst nicht so schlecht an. Bei näherer Betrachtung fällt auf, dass die Löwen das Derby in der Wetterau hätten gewinnen müssen. Eigentlich haben sie jedoch zweimal verloren. Einerseits war es nur von Kleinbigkeiten abhängig, im Colonel Knight Stadion nicht gewonnen zu haben, bzw. in der Overtime letztlich den Kürzeren gezogen zu haben. Was das Spiel am Ende zu einer gefühlten Niederlage werden ließ, waren die neuerlich das Lazarett der Löwen auffüllenden Spieler. Im Hinblick auf das Spiel in Landshut muss Tim Kehler wieder einmal zaubern, und die Reihen umstellen. Die Serie ist lang und es bleibt zu hoffen, dass sich das Verletzungspech irgendwann vom Ratsweg verabschiedet.

03.11.2014

Es gibt nichts Wertvolleres, als einen starken Teamspirit

Die Löwen holen in den letzten sieben Spielen achtzehn von einundzwanzig möglichen Punkten. Der Lohn für eine konsequente Arbeit und einen stark ausgeprägten Teamgeist, der die verletzungsbedingten Ausfälle der letzten Wochen kompensiert und die Jungs mit Förderlizenz aus Nürnberg eindrucksvoll mitnimmt. 

Die eindrucksvolle Serie der Löwen mit nur einer Overtime-Niederlage in Bietigheim beim amtierenden DEL2 Meister ist Ausdruck der Kompetenz, mit der unter der Woche am Ratsweg gearbeitet wird. Trotz der andauernden Dezimierung des Kaders hat Tim Kehler nicht gejammert, sondern einfach seinen Job gut gemacht, sehr gut sogar. Das Team zieht mit und zeigt eine mustergültige Lernbereitschaft, die zu Beginn der Spielzeit gemachten Fehler abzustellen und den Prozess der Weiterentwicklung permanent fortzuführen. Rich, Tim und Chris und der Rest der Crew sind eine starke Einheit mit großem Teamgeist und haben sich nun endgültig eingefunden in die neue Umgebung DEL2. Es würde nicht verwundern, wenn die Löwen sich in kurzer zeit zum stärksten Konkurrenten der Steelers aus Bietigheim aufschwingen sollten, sofern der Kader in naher Zukunft von weiteren schweren Verletzungen verschont bleibt. Ein Wort noch zu Henning Schroth:  löwenintern für mich der eigentliche Spieler des Monats. Kommt ins Spiel, hält, was zu halten ist und wird zum Synonym des Löwen-Aufschwungs. Good job, Henning!

25.10.2014

Ein Punkt, der gefühlt viel mehr wert erscheint

Die Löwen machen ihrem Namen alle Ehre, erkämpfen einen Punkt und sind nur knapp daran vorbeigeschrammt, den Heimnimbus der Steelers zu knacken.

Diese Overtime-Niederlage ist eigentlich nur eine Randnotiz. Viel wichtiger erscheint die Tatsache, dass die Kehler-Boys immer besser in Schwung kommen und den Vorjahresmeister am Rand einer Niederlage hatten. Mit ein bisschen mehr Kaltschnäuzigkeit und Fortune wäre sogar ein Dreier drin gewesen. Der geneigte Anhänger fiebert auch in gut zweieinhalbtausend Kilometern Entfernung über hockeyweb.de mit und hat sich gestern verwundert gefragt, warum Schroth ab der 40. Minute Bryan Hogan ablöste und das Löwen-Gehäuse hütete. Auf loewen-frankfurt.de wird gemutmaßt, Bryan Hogans Verletzung sei nicht schwerwiegend, ein Einsatz morgen Abend gegen den SC Riessersee jedoch eher fraglich. Wie passt das zusammen? Sei’s drum. Schroth ist ein guter Goalie, der nicht umsonst im Kader der Löwen steht. Auf ihn kann sich Tim Kehler voll verlassen. Wichtig wird sein, mit einem Dreier gegen die Garmischer Revanche zu nehmen für die Auftaktniederlage im September und den Anschluss nach oben herzustellen. Denn da gehören die Löwen nach der Leistung von Freitag in Bietigheim ohne Zweifel hin.

24.10.2014

Heute soll die Serie fortgesetzt werden

Trotz der vielen verletzten Spieler fahren die Löwen optimistisch und mit ihrem neuen Star Ken Magowan nach Bietigheim. 

Natürlich ist der Star die Mannschaft. Aber mit der Verpflichtung von Kenny Magowan ist Rich Chernomaz ein echter „Scoop“ gelungen. Zusammen mit den FöLi-Spielern der Nürnberg Ice Tigers, die in den letzten Spielen viel mehr als eine Ergänzung des Löwen-Rudels darstellten, sollte ein Erfolg bei den bisher zu Hause ungeschlagenen Vorjahresmeistern nicht unmöglich sein. Bei der langen Verletztenliste musste man ja schon befürchten, dass am Ende auch Tim Kehler und Rich Chernomaz nochmal die Schlittschuhe schnüren müssten, um am Ende ein wettbewerbsfähiges Team aufs Eis zu bringen. Noch ein Wort zu den Spielen am vergangenen Wochenende. Die in der Vergangenheit eher mangelhafte Defensivleistung hat sich in den letzten Spielen stark verbessert und Bryan Hogan ist ein verlässlicher Rückhalt. Rich Chernomaz und Tim Kehler machen einen sehr guten Job in der Eissporthalle. Und es bleibt zu hoffen, das der Aufwärtstrend auch bei den Zuschauerzahlen anhält. 4300 gegen Rosenheim war schon erwähnenswert, bei der Revanche gegen Riessersee sollten es, einen Erfolg in Bietigheim vorausgesetzt, noch ein paar mehr werden. Klar, die Saison ist noch jung. Aber die Kehler-Jungs brauchen auch die Unterstützung von den Rängen, um ihre Leistung abrufen zu können. Die Löwen haben den uneingeschränkten Support allemal verdient. Wenn alle Stammkräfte wieder auf dem Eis eingreifen können, sollten sich die Löwen in nicht ganz so kurzer Zeit in der Tabelle ganz oben festsetzen.

14.10.2014

Der hohe Preis für einen Punkt

Die Kehler-Boys setzen das unter der Woche Erarbeitete erfolgreich um, lassen in der Defensive wenig zu und holen drei Punkte aus zwei schweren Auswärtsspielen. Verlieren jedoch mit Kyle Ostrow einen weiteren Leistungsträger auf lange Zeit.

An dem vergangenen Wochenende wurde überdeutlich, welchen Wert ein breit aufgestellter Kader hat, wie wichtig es ist, durchgängig vier Reihen auflaufen zu lassen. Und einen Goalie in Top-Form unter der Latte zu haben. Die schwere Armverletzung von Kyle Ostrow sollte zu einer nachträglichen Sperre des Verursachers führen. Und dieser sollte ebenso lange gesperrt werden, wie Ostrow den Löwen fehlt. Es ist immer wieder verwunderlich, dass die Unparteiischen solche Körperverletzungen nicht wahrnehmen und entsprechend auch nicht ahnden. Gute Besserung an Kyle, Landon Gare und Clarke Breitkreutz, die sich momentan ebenfalls im Lazarett befinden. Die nächsten Spiele gegen die drei Erstplatzierten in der Tabelle werden megaschwer. Wenn die Jungs von Tim Kehler jedoch ähnlich diszipliniert auftreten, wie am vergangenen Wochenende, ist gegen die Towerstars, Steelers und Starbulls sicher auch etwas Zählbares mitzunehmen. Es ist den Löwen zu wünschen. Denn eminent wichtig wäre es schon, den Anschluss an die Play-off Plätze nicht zu verlieren.

07.10.2014

Wieder Punkte liegengelassen 

Einer überzeugenden Vorstellung in Kaufbeuren folgte am vergangenen Samstag vor 4.000 Zuschauern in der Eissporthalle die eiskalte Ernüchterung gegen die Namensvetter aus Dresden

Die Löwen bieten den Zuschauern in der DEL2 immer torreiche Spiele. 8,5 mal klingelt es pro Spiel, wenn die Kehler-Boys auf dem Eis sind. Leider haben die Gegner im Durchschnitt in jedem zweiten Spiel ein Tor mehr erzielt. Das ergibt zwar einerseits die zweitbeste Offense der Liga, andererseits aber die schlechteste Defense der Klasse. Unterm Strich heißt das: Acht Punkte nach acht Spielen. Platz 11. Das gibt (noch) keinen Anlass zu größeren Bedenken, jedoch sollte sich Tim Kehler verstärkt Gedanken machen, woran es eigentlich liegt, dass die Mannschaft zu viele Strafzeiten kassiert. Unterzahl kostet Kraft, kostet Konzentration, kostet in letzter Konsequenz Punkte. Es kann nicht immer auf die Schiedsrichter oder mangelnde Erfahrung geschoben werden. Die nächsten Aufgaben (drei Mal auswärts in Serie) in Bremerhaven, Kassel und Ravensburg werden zeigen, ob die Fehler abgestellt werden konnten. In der DEL2 weht ein rauer Wind. Individuelle Fehler werden sofort bestraft. Das wussten die Verantwortlichen aber schon vor Beginn der Saison. Jetzt sollte man darauf achten, dass der Abstand zu den Play-Off Plätzen nicht zu groß wird. Sonst bekommt Tim Kehler bis zum Winter einige graue Haare mehr.

29.09.2014

Da war mehr drin am vergangenen Wochenende

Tim Kehlers Boys schlagen die Lausitzer Füchse aus Weisswasser, verlieren jedoch gestern Abend nach heroischer Aufholjagd gegen Landshut und den Schiedsrichter

Drei Punkte am Wochenende, ein Heimsieg. Hochgerechnet auf die Saison reicht das eventuell für die Play-Offs. Aber: Eishockeyspieler wollen immer gewinnen. Ob auf heimischem Eis – oder in der Fremde. Gestern waren die Löwen schon mit 0:3 hinten liegend auf der Verliererstraße, kämpften und spielten sich ins Match zurück – und wurden durch den Schiedsrichter eiskalt wieder dorthin zurückgeschickt. Auch wenn die Löwen in den bisherigen Spielen nicht durch konsequente Abstinenz von der Strafbank auffielen, das gestrige Spiel schlug dem Fass in dieser noch jungen Saison den Boden aus. Was das Gespann (Namen werden hier nicht genannt) in Bayerns ehemaliger Eishockeykapitale ablieferte, muss unter aller Kanone gewesen sein. Die Löwen wurden offensichtlich benachteiligt. Spielten wohl die letzten sechs Minuten in ständiger Unterzahl. Da bleibt es nicht aus, dass sich irgendwann mal eine Lücke bietet, wenn der Box (bei 4 gegen 5, bei 3 gegen 5 sowieso) die Kräfte schwinden. Die Jungs sollten das Negativerlebnis schnellstens abhaken und versuchen, in Kaufbeuren bestmöglich abzuschneiden. Nicht nur wegen des Punktekontos, sondern auch, um in der Region Rhein-Main und darüber hinaus Werbung in eigener Sache zu betreiben. Der Zuschauerzuspruch gegen die Füchse aus Weisswasser war alles andere als befriedigend. Okay, die Runde ist lang, da fehlt noch ein wenig die Brisanz in den Spielen. Aber jedes Match muss gespielt werden, in jedem Spiel brauchen die Jungs die Unterstützung von den Rängen. Aus diesem Grund wäre es wichtig, in Kaufbeuren nicht zu verlieren. Es wird wieder schwer, pack mer’s an…

22.09.2014

Löwen unterliegen starken Bad Nauheimern mit 4:5 in eigener Halle

Die Frankfurter Kufencracks verlieren ein als „Derby“ apostrophiertes Spiel, das eigentlich noch kein echtes Derby ist. Bad Nauheim will es mehr und gewinnt nicht ganz unverdient gegen die Jungs von Tim Kehler, die in den entscheidenden Situationen etwas ausgebrannt wirken.

Nick Mazzolini eröffnete und beendete den Torreigen, in einem Spiel, in dem die Bad Nauheimer mit drei Treffern zwischen der 29. Und 33. Minute den Grundstein für ihren Sieg legten. In dieser Phase waren die Löwen sichtlich von der Rolle. Mazzolini hatte exakt bei 9:00 im Eröffnungsdrittel in Unterzahl eine Vorlage von Müller mit Urgewalt in den Giebel gehämmert und acht Minuten vor der Schlusssirene den nochmaligen Anschluss für die Löwen herbeigeführt. In den gut vierzig Minuten dazwischen sahen die 5500 Besucher am Ratsweg eine, für ein Hessen-Derby äußerst faire Begegnung, in der die Bad Nauheimer vieles richtig gut machten und den Löwen zu viele individuelle Fehler unterliefen. So war es letztlich die große Kolonie der Anhänger aus der Kurstadt, die ihre Lieblinge nach dem Spiel hochleben ließen. Das Spiel entschieden wurde hinter den Toren. In den Ecken hatten die Mittelhessen klare Vorteile, sie gingen wesentlich bissiger zu Werke und nicht zuletzt deswegen zwangen sie die Löwen zu Fehlern im eigenen Drittel, die letztlich zu drei der fünf Gästetore führten. Nicht, dass die Kehler-Boys nach vorne nichts zuwege gebracht hätten. Nein, es wurden etliche Chancen herausgespielt – und leider vergeben. Oder von dem am gestrigen Abend hervorragend aufgelegten Gäste-Goalie Guryca entschärft. Als Mazzolini in der 52. Minute der Anschlusstreffer zum 4:5 gelang, musste man davon ausgehen, dass die Kulisse ihre Idole nun nach vorne peitschen würde. Leider konnten die Fans aus der Kurve und auch der Rest der Löwen-Fans ihren Lieblingen auf dem Eis keine spürbare Energie geben. Das war schon auffällig. Die gut eintausend Fans aus der Kurstadt feierten indes sich und ihre Cracks auf dem Eis frenetisch. Auf Tim Kehler und sein Team wartet viel Arbeit unter der Woche. Breitkreutz wird am Freitag nach seiner Sperre in den Kader zurückkehren. Hinter den Verletzten steht aber ein immer noch ein großes Fragezeichen. Jetzt heißt es, die Reihen wieder aufstellen, die Fehler abstellen, weniger Gegentore und Strafzeiten kassieren und gegen die Lausitzer Füchse versuchen, den ersten Dreier einzufahren.

20.09.2014

Angekommen!

Die Löwen holen bei den Heilbronner Falken zwar keine „big points“, aber zur Einstimmung auf das Derby am Sonntag einen eminent wichtigen Sieg für das eigene Selbstbewusstsein  

Stolz und Erleichterung machten sich gestern Abend beim Verfasser breit, als er nach nahezu drei Stunden Ausharren vor dem iPad bei hockeyweb.de sah, dass es die Löwen doch noch geschafft hatten. Stolz, weil die Mannschaft von Tim Kehler bis zuletzt gefightet hat, es bis zur buchstäblich letzten Sekunde – der Ausgleich fiel 18 Sekunden vor der Schlusssirene – gewollt und an sich geglaubt hat. Und in der Overtime eiskalt nach 38 Sekunden das Spiel mit zwei Punkten im „Sack“ beendete. Erleichterung, weil Jeder, der einmal einen Mannschaftssport betrieben hat, weiß, dass es für die Moral und das Selbstvertrauen keinen besseren Treibstoff gibt, als Siege. Der späte Win in Heilbronn stellt für die Löwen die unglücklich begonnene Saison zunächst auf Null. Und: Der Reset-Knopf wurde rechtzeitig vorm ersten Derby gedrückt. Die Löwen sind nun schon etwas mehr angekommen in der DEL2. Und können mit breiter Brust gegen die Kurstädter aus Bad Nauheim antreten. Das kürzlich in Frankfurt gespielte „demonstration match“ wurde klar gewonnen. Morgen wird es nicht ganz so einfach. Wenn die Kehler-Boys die Tugenden vom vernebelten Spiel gestern Abend bei den Heilbronner Falken in die Waagschale werfen und sich vom Publikum kontrolliert nach vorne tragen lassen, rückt der erste Dreier in greifbare Nähe. Dann sind die Löwen endgültig in der DEL2 angekommen.

16.09.2014

Bäume wachsen in der Regel nicht in den Himmel. Und das ist gut so.

In den ersten beiden Punktspielen sind die Kehler-Boys nur in der Strafzeiten-Statistik vorne. Acht von neun Toren kassieren die Zweitliga-Neulinge aus Frankfurt in nur vier Dritteln. Und das Neunte war ein „Empty net goal“. Ganz ruhig bleiben in der rauen DEL2 Umgebung muss die Devise lauten.

Zugegebenermaßen hat der Verfasser noch keine Sekunde der Löwen auf dem Eis live gesehen. Weder in der Vorbereitung, noch jetzt in der DEL2.

Von der Strafbank gewinnt man keine Spiele. Bei allen Bemühungen, in der neuen Umgebung DEL 2 Fuß zu fassen, wird schon nach zwei Spielen klar – und das ist der Konkurrenz nicht abträglich – dass in der zweithöchsten Eishockey-Liga Deutschlands kein Fallobst unterwegs ist. Es gibt keine Mannschaft, die von vornherein als schlagbar bezeichnet werden könnte. Die Heilbronner Falken mit ihrem starken Goalie Lehr werden genauso Widerstand leisten, wie Crimmitschau und Riessersee. Das ist ein Argument für das weitere, perspektivische und organische Wachstum der Löwen. Egal, wie in Heilbronn gespielt wird, gegen die Kurstädter aus Mittelhessen sollte ein Sieg herausspringen. Besser in Heilbronn gewinnen und dann gegen Bad Nauheim locker, aber konzentriert aufspielen. Sonst gibt es Unruhe und die Fans werden vielleicht nervös. Wer will das ?

01.09.2014

Nauheim, Nauheim, who the f… is Nauheim

Polemik-Modus auf „AUS“. Die Testspielniederlage in der Kurstadt ist geschenkt, weil schon wieder Geschichte. Das Spiel in der SAP-Arena ist der wahre Gradmesser für die Kehler-Boys.

Eines vorweg: Es war schon einigermaßen schwierig, am vergangenen Samstag Abend das Ergebnis des Derbys gegen die Mannen aus der Kurpfalz zu erfahren. An dieser Stelle muss einfach mal der öffentlich-rechtliche „Hessische Rundfunk“ gerügt werden. Die Amateur-Sportberichterstatter vom Dornbusch ignorieren bzw. boykottieren die Löwen wohl konsequent. Der gemeine GEZ-Beitragszahler hätte sich gewünscht, dass der Verein mit den nach Eintracht Frankfurt meisten Zuschauern in 2014 in Hessen dem lokalen Fernseh- und Rundfunksender im Zusammenhang mit der seit gut zwei Jahrzehnten währenden Rivalität mit den Quadratestädtern zumindest eine Meldung wert ist. Der Verfasser dieser Zeilen ist der Meinung, es widerspricht dem Informationsauftrag des öffentlich-rechtlichen hr, Spiele der Frankfurter Löwen geflissentlich zu ignorieren. — Stop! Nein, der gemeine GEZ-Beitragszahler hätte sich gewünscht, einen ausführlichen Bericht vom Spiel und dem Drumherum geliefert zu bekommen. Basta. Dürfen wir für unsere 200 Euro im Jahr auch mal was verlangen?

Fast 11.000 Zuschauer, über 2.000 Löwen-Supporter. Einfach geil. Der Traum eines jeden Löwen-Fans: Eine Multiplex-Arena in Frankfurt. Gerd Schröder konnte es leider nicht mehr umsetzen. Aber, was nicht ist, kann ja noch werden. Um in einer nicht allzu fernen Zukunft in der DEL konkurrenzfähig zu sein, braucht es eine Multifunktionsarena mit allem Drum und Dran. Nur mit so einer Halle im Bereich von 12.000 bis 15.000 Plätzen kann man Infra-Struktur, Hospitality und günstige Einstiegspereise für Eintrittskarten bieten. Unabdinglich, um Spitzensport auf einem gesunden Fundament zu bieten. Peter Feldmann – bitte übernehmen.

Nun zum Spiel gegen die DEL-Cracks aus Mannheim. Das war doch mal eine Niederlage, die zwar nicht wirklich gut tut, aber auch nicht wirklich weh tut. Eine Niederlage, die einen mit den Schultern auf Ohrenhöhe zur PK gehen lässt. Rich Chernomaz und Tim Kehler bauen eine Mannschaft, die in der DEL von Anfang an vorne mitspielen wird. Noch elf Tage bis zum ersten Showdown gegen den alten Rivalen SC Riessersee. 12. September 2014. 7.000 Zuschauer in der Eissporthalle. O’zapft is und mehr… Auf Wiedersehen am Ratsweg!

25.08.2014

Testspiele sind zum Testen da

Die bisherigen Ergebnisse werden Tim Kehler und seinem Team schon Fingerzeige gegeben haben, die im Umgang mit den „Boys“ entsprechende Maßnahmen, Anpassungen und Korrekturen im täglichen Trainingsbetrieb nach sich ziehen. Andererseits sind solche Spiele auch Standortbestimmungen. Dass die Jungs von Tim Kehler und Chris Stanley zum Beispiel das in Braunlage ausgetragene Spiel gegen den Klassen-Konkurrenten aus Kassel im letzten Drittel mit sage und schreibe 5:0 noch in ein 6:3 drehen konnten, gibt Selbstvertrauen. Sollte dem Mitbewerber aus Nord-Hessen jedoch auch zu denken geben. Die Partie gegen die Roosters aus Iserlohn wiederum hat deutlich gezeigt, dass die Bäume für die Löwen noch lange nicht in den Himmel wachsen. Merkwürdig bei dem Vergleich gegen den etablierten DEL-Vertreter: Das Endergebnis stand schon nach der Hälfte der Spielzeit fest. Was danach passierte, wissen nur die, die dabei waren. Das Spiel gegen die Mannheimer Adler im Friedrichspark ist natürlich ebenfalls ein Kräftemessen nicht unbedingt auf Augenhöhe. Aber ein Test der Belastungsfähigkeit des Neu-Zweitligisten aus Frankfurt. In Bad Nauheim wird sich zeigen, ob die Jungs um Lanny Gare auch einem kleinen Hexenkessel wie dem Colonel-Night_Stadion standhalten können. Der Derby-Charakter wird sehr wichtig sein für die Positionierung in der zweiten Eishockeyklasse.

Grundsatz

Die Löwen, gemeint sind die Frankfurter Löwen, sind bei einem echten Löwen tief im Herzen und in seiner Seele verwurzelt. Löwen Frankfurt ist nicht nur ein Eishockey-Verein. Dieser Club ist seit seiner Gründung für viele Menschen ein starker Anker. Eine emotionale Boje. Ich bin einer dieser Menschen. Ohne jedoch jede Sekunde meines Lebens dem Club gewidmet zu haben. Es gibt Lebensphasen, in denen differenzierte Prioritäten Vorrang haben. Aber am Ende des Tages gilt wie in Stein gemeißelt: Einmal Löwe, immer Löwe.

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